Das im April gestartete Pilotprojekt untersucht die Machbarkeit, Akzeptanz und Wirksamkeit der Urinsammlung nach CT- und MRT-Untersuchungen. Patientinnen und Patienten verwenden bei den ersten drei Toilettengängen nach der Untersuchung spezielle Urinbeutel, die den Urin in ein geruchloses Gel umwandeln und anschliessend im Kehricht entsorgt werden können.
Kontrastmittel werden vom Körper innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden und gelangen über das Abwasser in Gewässer, da sie in Kläranlagen nur unzureichend entfernt werden. Mit der Nutzung der Urinbeutel können laut Projektangaben bis zu 90 Prozent der ausgeschiedenen Kontrastmittel zurückgehalten werden.
Während einer Kontroll- und einer Testphase werden die Kontrastmittelkonzentrationen im Zu- und Ablauf der ARA Chur gemessen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen eine wissenschaftliche Grundlage für eine mögliche breitere Anwendung der Massnahme in der Schweiz schaffen.
Für das Projekt wurde eine 👉Webseite mit Erklärvideos in verschiedenen Sprachen erstellt.
Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Bundesamt für Umwelt, dem Kanton Aargau, Abteilung für Umwelt, dem Kanton Basel-Stadt, Amt für Umwelt und Energie, dem Kanton Bern, Amt für Wasser und Abfall, dem Kanton St. Gallen, Amt für Umwelt sowie dem Kanton Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft.
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