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19. Oktober 2026

Medienkonferenz SVGW/VSA zur Trockenheit

VSA präsentiert Schwammstadt und Schwammland: Regenwasser als Ressource nutzen

An der gemeinsamen Medienkonferenz von SVGW und VSA am 18. Oktober in Zürich standen die aktuellen Herausforderungen der Trinkwasserversorgung und der Umgang mit zunehmender Trockenheit im Fokus. VSA-Co-Präsidentin Anja Herlyn und Fachexpertin Katharina Schulthess zeigten auf, wie das Schwammstadtprinzip dazu beiträgt, Regenwasser vor Ort zu halten, Hitze zu mindern und den Wasserhaushalt widerstandsfähiger zu machen.

Trockenheit, Hitze und Starkregen setzen Gewässer, Siedlungen, Landwirtschaft und Wasserversorgung zunehmend unter Druck. An der gemeinsamen Medienkonferenz von SVGW und VSA am 18. Oktober in Zürich zeigte der VSA, wie ein bewussterer Umgang mit Regenwasser dazu beitragen kann, unsere Lebensräume besser auf diese Herausforderungen vorzubereiten. SVGW-Direktor Michael Meier und Raffaele Domeniconi stellten die aktuellen Herausforderungen der Wasserversorgung dar. VSA-Co-Präsident Mauro Suà lud die Medienschaffenden zum Eureau-Kongress in Zürich ein.

Regenwasser zurückhalten statt rasch ableiten

Über Jahrzehnte wurden Siedlungen so gestaltet, dass Regenwasser möglichst schnell über befestigte Flächen und die Kanalisation in die Gewässer abfliesst. Dadurch steht weniger Wasser für Böden und Pflanzen zur Verfügung. Gleichzeitig können bei Starkregen hohe Abflussspitzen die Entwässerungsinfrastruktur belasten.

VSA-Co-Präsidentin Anja Herlyn und Fachexpertin Katharina Schulthess verdeutlichten, welches Potenzial in einem veränderten Umgang mit Regenwasser liegt. Entsiegelte Flächen, begrünte Dächer, Bäume mit ausreichend Wurzelraum und Versickerungsmulden helfen, Wasser zurückzuhalten, versickern zu lassen und die Verdunstung zu fördern. Regenwasserspeicher können zudem Wasser für eine spätere Nutzung, beispielsweise zur Bewässerung, bereitstellen.

Schwammstadt und Schwammland gehören zusammen

Das Schwammstadtprinzip verbindet den lokalen Wasserrückhalt mit weiteren Vorteilen: Begrünte Flächen und Bäume spenden Schatten, kühlen die Umgebung, fördern die Biodiversität und steigern die Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig kann der Rückhalt von Regenwasser die Entwässerungsinfrastruktur entlasten und helfen, Trockenperioden besser zu überbrücken.

Der Wasserhaushalt endet jedoch nicht an der Siedlungsgrenze. Auch Böden, Wälder, Feuchtgebiete und Gewässerräume können Wasser zurückhalten. Schwammstadt und Schwammland müssen deshalb zusammengedacht werden. Entscheidend ist, Massnahmen im gesamten Einzugsgebiet aufeinander abzustimmen.

Jetzt Gelegenheiten nutzen

Für die Umsetzung braucht es nicht zwingend einen Neubau ganzer Quartiere. Auch bei Strassensanierungen, Schulhausprojekten und der Gestaltung bestehender Aussenräume bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Regenwasser von Anfang an mitzudenken. Voraussetzung ist eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen sowie geeignete Rahmenbedingungen.

Der VSA setzt sich dafür ein, dass Schwammstadt und Schwammland zur selbstverständlichen Praxis werden. Mit Fachwissen, Werkzeugen und Praxisbeispielen unterstützt er die Weiterentwicklung und Umsetzung geeigneter Lösungen.

SRF-Tagesschau

Die Medienkonferenz und die Herausforderungen der Wasserwirtschaft waren auch Thema in der Berichterstattung.

Source: https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:srf:video:bf030dd2-16ed-4142-b9ca-7a61893a1cab&startTime=669 

 

 

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