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21. August 2026

Mitteilung | Bafu Empfehlung

MANAGEMENT DER WASSERRESSOURCEN HINSICHTLICH TROCKENHEIT

Der Klimawandel verschärft Trockenheit und Wasserknappheit in der Schweiz. Eine breit abgestützte Arbeitsgruppe des Netzwerks Anpassung empfiehlt fünf konkrete Massnahmenpakete für ein klimaresilientereres Wasserressourcenmanagement.
Communiqué  

Häufigere und längere Trockenphasen, steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und verschobene Niederschlagsmuster, schreibt das Bafu: Der Klimawandel verändert den Wasserhaushalt der Schweiz grundlegend. Gemäss den Klimaszenarien CH2025 und den hydrologischen Szenarien Hydro-CH2018 ist künftig vermehrt mit regionaler Wasserknappheit zu rechnen – mit Folgen für Landwirtschaft, die Trinkwasserversorgung, die Industrie, den Tourismus und die Ökologie.

Das Netzwerk Anpassung an den Klimawandel präsentiert in ihrer neusten Publikation fünf Empfehlungen für ein zukunftsfähiges Wasserressourcenmanagement. Sie richten sich insbesondere an die Akteure, die derzeit die nationale Wassermanagementstrategie (WMS) erarbeiten, sowie an betroffene Bundesämter, Kantone, Regionen und Akteure der Wirtschaft. Ziel der Empfehlungen ist es, die Wasserversorgung für Mensch, Wirtschaft und Natur langfristig zu sichern, Nutzungskonflikte zu vermeiden, bevor sie entstehen, und Planungsgrundlagen sowie klare Regeln für die Wassernutzung zu etablieren.

Fünf Empfehlungen für ein zukunftsfähiges Wasserressourcenmanagement:

1. Pflicht zur regionalen Wasserressourcenplanung: Kantone sollen gesetzlich verpflichtet werden, vor allem in kritischen Gebieten integrale Wasserressourcenplanungen unter Einbezug lokaler Akteure umzusetzen.

2. Bessere DatenverfĂĽgbarkeit: Standardisierte Datenformate, ausgebaute Grundwassermessnetze und eine Meldepflicht fĂĽr effektive WasserbezĂĽge sollen robuste Entscheidungsgrundlagen schaffen.

3. Interkantonale Koordination stärken: Jeder Kanton soll einen Wassermanagement-Delegierten bestimmen; eine neue Arbeitsgruppe bei der KVU soll die kantonsübergreifende Abstimmung stärken.

4. Wissensaustausch und Sensibilisierung: Praxisorientierte Austauschformate und gezielte Informationskampagnen sollen das Problembewusstsein bei Entscheidungsträgern, Wirtschaft und Bevölkerung erhöhen.

5. Finanzierung sicherstellen: Für die Umsetzung des Wasserressourcenmanagements werden drei Finanzierungsvarianten vorgeschlagen – von kantonaler Eigenfinanzierung über Programmvereinbarungen bis zur Bundesanschubfinanzierung.

Die Empfehlungen des Netzwerks dienen inbesondere als Input fĂĽr die Erarbeitung der nationalen Wassermanagementstrategie.

⬇️ Download auf Bafu-Website

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