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03. Dezember 2020

Energieautarkie

ARA Davos: Solarfaltdach erhöht Stromproduktion

Die «Energiestadt» Davos setzt auf die Kraft der Davoser Sonne und nimmt einen weiteren Schritt in Richtung Energieautarkie. So ist über der ARA Davos die erste alpine Solarfaltdach-Anlage auf über 1'500 m ü. M. realisiert worden.

Unter der Anwesenheit von Landammann Tarzisius Caviezel und Gemeindevertretern konnte ARA Betriebsleiter Markus Wendler die Inbetriebnahme im November 2020 offiziell starten. Damit steht in Graubünden – nach Chur – nun die zweite Solarfaltdach-Anlage im Kanton. Das Davoser Solarfaltdach hat 252 kWp installierte PV-Leistung und wird – nach den nun folgenden Testphasen – im Schnitt jährlich 255'000 kWh Strom produzieren. Davon wird die ARA Davos rund 93 Prozent selber verbrauchen.

Lösung gegen die Winterstrom-Lücke

«Die Gemeinde Davos prüft laufend den Einsatz von lokalen erneuerbaren Energiequellen», sagt Landammann Tarzisius Caviezel. «Da Photovoltaik gerade in alpinen Berggebieten besonders effizient ist, fördern wir deren Ausbau in Davos.» Bedingt durch die Höhenlage auf 1'560 m ü. M. und durch die generell tiefen Temperaturen produzieren Solaranlagen hier besonders effizient. Weil Schnee das Sonnenlicht reflektiert, sind die Voraussetzungen für Photovoltaik-Anlagen im Landwassertal ideal.

Effiziente Stromproduktion auch nach Schneefall

Während konventionelle PV-Anlagen nach Schneefall vom Schnee bedeckt bleiben und keinen Strom produzieren, punktet das Solarfaltdach mit seinem Faltmechanismus. Betriebsleiter Markus Wendler erklärt: «Durch einen Meteo-Algorithmus wird das Solarfaltdach bei Schneefall, Sturm und Hagel vollautomatisch eingefahren. So werden die Module geschützt und bleiben schneefrei. Zusätzlich reduziert der Schatten der Anlage die Algenbildung in den Klärbecken und steigert den Komfort der Mitarbeiter bei der Wartung im Sommer».

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