In Siedlungsgebieten kommen zahlreiche organische Substanzen in unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz. Viele dieser Stoffe verbleiben jedoch nicht in ihrem Anwendungsbereich, sondern gelangen über verschiedene Wege (z.B. Toilettenspülung, Spülmaschine, Dusche) als sogenannte Mikro-verunreinigungen (MV) ins Abwasser oder werden durch Oberflächenabfluss abgewaschen (Pestizide, Strasse). In Abwasserreinigungsanlagen (ARA) können diese Substanzen durch die erweiterte Reinigungsstufe, mithilfe von Ozonierung oder Aktivkohle, weitgehend entfernt werden [1].
In Mischwassersystemen treten zusätzliche Emissionen von MV über Mischwasserentlastungen (MWE) auf, die häusliches Abwasser und Oberflächenabfluss ungereinigt ins Gewässer einleiten (Fig. 1). MWE springen während Regenereignissen an, wenn die hydraulische Kapazität der Kanalisation, der ARA oder beider Systeme infolge des erhöhten Oberflächenabflusses überschritten wird. In der Schweiz sind rund 57% der Abwassersysteme als Mischsystem ausgeführt und 43% als Trennsystem. Beim Trennsystem werden Abwasser und Oberflächenabfluss in zwei getrennten Kanalnetzen gesammelt. Das Abwasser wird zur ARA geleitet, während der Oberflächenabfluss nicht über die ARA geführt wird, sondern direkt in ein Gewässer eingeleitet wird. Die Zahl der Einleitstellen aus Misch- und Trennsystemen in Oberflächengewässer wird auf insgesamt 42 000 geschätzt [2].
Frühere Studien haben relevante Konzentrationen organischer MV in MWE nachgewiesen [3, 4]. Die meisten dieser Untersuchungen basieren auf mittleren Konzentrationen über das ganze Entlastungsereignis – auch im deutschen Sprachgebrauch oft als Event Mean Concentrations (EMC) bezeichnet. Damit bleibt der zeitliche Konzentrationsverlauf während einer MWE unbekannt. Ein detailliertes Verständnis dieser zeitlichen Dynamik ist jedoch entscheidend für folgende Vorgänge:
Im Rahmen des Projekts mikroMISCH (Eawag, BAFU) wurden daher MWE an zwei Standorten untersucht: in einem kleinen Einzugsgebiet (EZG) mit 2700 Einwohnern und in einem grossen EZG mit 159 000 Einwohnern. Dabei wurden die MWE zeitlich hochaufgelöst beprobt und auf rund 60 gelöste organische MV analysiert.
Für die Wahl einer geeigneten Probenahme-Strategie muss die kurzzeitige Konzentrationsdynamik des zu messenden Parameters bekannt sein. Da dies für MV in MWE bisher nicht bekannt war, wurden während einer Stunde Proben in 3-Minuten-Intervallen an beiden Standorten entnommen und auf 45 Substanzen analysiert [5]. Die Ergebnisse zeigen teilweise starke kurzfristige Konzentrationsschwankungen, die von der Quelle der Substanz und der Grösse des EZG beeinflusst werden (Fig. 2).
Substanzen aus dem häuslichen Abwasser, wie Medikamente, weisen eine stärkere Dynamik auf als solche aus dem Oberflächenabfluss. Dies ist auf die unterschiedlichen Eintragspfade zurückzuführen: Medikamente gelangen über Urin und Fäkalien durch Toilettenspülungen in die Kanalisation, was zu kurzen Konzentrationsspitzen führt. Niederschlagsabwasser hingegen wäscht Substanzen von Oberflächen ab, wodurch gleichmässigere Konzentrationsverläufe entstehen als durch Toilettenspülungen. Zudem wurde im kleineren EZG eine ausgeprägtere Dynamik festgestellt als im grösseren. Dies liegt an der kürzeren Fliesszeit im Kanal sowie an der geringeren Anzahl von Punktquellen, insbesondere bei Medikamenten.
Da bis zu 10-fache Konzentrationsschwankungen bereits innerhalb von drei Minuten beobachtet wurden, empfiehlt sich zur Minimierung der Unsicherheiten bezüglich der MV-Konzentration ein Probenahme-Intervall von maximal drei Minuten. Auch bei der Bildung von Mischproben, beispielsweise zur Bestimmung von EMC, sollte das Intervall für die Entnahme der Teilproben nicht länger sein.
Insgesamt wurden 24 Entlastungsereignisse in beiden EZG mit 10-Minuten-Mischproben, bestehend aus fünf Einzelproben mit 2-Minuten-Intervallen, beprobt und diese auf 64 Substanzen analysiert. Die erhobenen Zeitreihen wurden verwendet, um quellenspezifische Dynamiken zu ermitteln [6]. Die Identifikation einer quellenspezifischen Dynamik würde die Überwachung mit Hilfe von stellvertretenden Substanzen oder Sensor-Proxy-Signalen ermöglichen; auch würde die Modellierung und Entwicklung von Reduktionsmassnahmen dadurch erleichtert. Zudem liessen sich Substanzen mit bisher unbekannter Herkunft möglicherweise einer Quelle zuordnen.
Die Substanzen wurden nach ihren Quellen gruppiert: Die Quelle «Indoor» umfasst die Stoffe aus dem häuslichen Abwasser. Im Oberflächenabfluss wird zwischen der Gruppe «Strasse» mit den Reifenabriebsubstanzen und der Gruppe «Pestizide», die sowohl Pflanzenschutzmittel als auch Biozide enthält, unterschieden. Die Resultate in Figur 3 zeigen, dass Sub-stanzen in Strasse in beiden EZG sowie Indoor im grossen EZG ein konsistentes quellenspezifisches Verhalten aufweisen. Indoor-Substanzen im kleinen EZG sowie Pestizide hingegen zeigen keine einheitliche Dynamik. Der Unterschied bezüglich Indoor-Substanzen in den beiden EZG lässt sich durch die Anzahl der Einwohner und die Fliesszeit erklären, wobei das kleine EZG mit weniger Einwohnern und kurzen Fliesszeiten stärkere Variationen in der Konzentrationsdynamik aufweist.
Zusätzlich wurden die Dynamiken der Substanzen aus den verschiedenen Quellen mit einfach zu messenden Parametern wie Durchfluss, gelöster organischer Kohlenstoff (Dissolved Organic Carbon, DOC) und Ammonium verglichen, um deren Potenzial als Proxy-Signale zu untersuchen (Fig. 4). Indoor-Substanzen im grossen EZG zeigen eine negative Korrelation mit dem Abfluss sowie eine positive Korrelation mit DOC und Ammonium, was Online-Überwachung und Modellierung ermöglicht. Für die restlichen Quellen konnten keine geeigneten Proxy-Signale identifiziert werden – dies gilt auch für Indoor-Substanzen im kleinen EZG.
Insgesamt erschwert die grosse Vielfalt der zeitlichen Dynamiken verschiedener Substanzen das Monitoring, da keine einfach zu messenden Proxy-Signale oder Stellvertretersubstanzen verwendet werden können, sowie die Identifizierung geeigneter Reduktionsmassnahmen. Einzig für Indoor-Substanzen in grösseren EZG ist eine Abschätzung der Konzentrationen über die Verdünnung möglich.
In einem nächsten Schritt wurde eine Nontarget-Analyse für einige ausgewählte Ereignisse durchgeführt. Dabei wurden alle Massen betrachtet, die mit dem hochauflösenden Massenspektrometer detektiert wurden, über die Dauer eines Ereignisses – ohne Kenntnis der spezifischen Substanzen, jedoch mit Informationen darüber, wie sich deren Konzentrationen im Zeitverlauf verändern (s. Box «Nontarget-Analyse»). Diese Zeitreihen wurden anschliessend mit den Zeitreihen von bekannten Indoor- und Strasse-Substanzen verglichen, da diese quellenspezifische Dynamiken zeigten. Dabei wurden über 3000 Substanzen detektiert, deren Dynamik mit der von Indoor-Substanzen übereinstimmt, sowie 150 Substanzen mit ähnlichem Verhalten wie Strasse-Substanzen (Fig. 5). Letztere stammen nicht zwingend von Strassen, sondern können auch andere transportlimitierte Quellen im Oberflächenabfluss darstellen.
Demnach unterschätzen klassische Substanzlisten, mit oft rund 10 bis 100 Substanzen, die tatsächliche Anzahl an Substanzen in MWE stark. Insbesondere das häusliche Abwasser trägt trotz Verdünnung durch Oberflächenabfluss massgeblich zur stofflichen Verschmutzung bei. Zudem weisen die über mehrere Stunden erhöhten Konzentrationen von Strasse-Substanzen auf ein grosses Depot im EZG hin, wobei aktuell nicht klar ist, wo sich dieses genau befindet (Strassenbelag, Bankett oder Entwässerungsnetz). Aufgrund der kontinuierlich hohen Messwerte wird vermutet, dass die Quelle in der Strasse selbst liegt, da die Partikel dort fixiert sind und nicht mit dem Regen abgetragen werden.
Basierend auf den gemessenen Konzentrationen wurde das ökotoxikologische Risiko zeitlich hochaufgelöst untersucht [7]. Zur Risikobewertung wurden akute Qualitätskriterien (AQK) herbeigezogen und gemäss dem Konzept der Konzentrationsadditivität für jede Probe den totalen Risikoquotienten (RQtot) als Summe der einzelnen Risikoquotienten (RQsub) berechnet [8, 9] (s. Box «Stoffliche Risikobewertung»). Dies wurde für drei Substanzlisten durchgeführt: (1) 20 Substanzen der schweizerischen Gewässerschutzverordnung (GSchV), (2) 49 häufig in MWE-Studien nachgewiesenen Substanzen, (3) 198 Substanzen, für die ein AQK vorliegt und mit unserer analytischen Methode quantifizierbar waren. Die ersten beiden Listen wurden für alle Ereignisse ausgewertet, die dritte Liste für vier ausgewählte Ereignisse. Zudem wurden die Auswirkung der zeitlichen Auflösung untersucht, indem die maximalen RQtot-Werte eines Ereignisses bei 10-Minuten Auflösung (basierend auf 5 × 2-Minuten-Stichproben) mit den EMC verglichen wurden.
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Das akute Risiko der Mischtoxizität zeigt hohe zeitliche Schwankungen während MWE. In Figur 6 ist ein Beispiel des RQtot über ein MWE-Ereignis in der Entlastung im kleinen EZG dargestellt. Bei der Betrachtung aller Ereignisse wird ersichtlich, dass das totale Risiko stark schwankt, und es kein Zeitfenster gibt, bei dem das Risiko generell höher ist als im Rest des Ereignisses. Das in der Entlastung bestimmte RQtot ist oftmals während eines Grossteils der Ereignisdauer grösser als 1, was eine Verdünnung im Vorfluter erfordert, damit negative Auswirkungen auf das aquatische Ökosystem ausgeschlossen werden können.
Betrachtet man die Substanzen mit höchstem Risiko, wird ersichtlich, dass es nur wenige Stoffe mit einem RQsub grösser als 0,1 gibt (Fig. 7). Das heisst, dass das Gesamtrisiko nur von wenigen Substanzen dominiert wird. Unter den 20 Substanzen mit höchstem RQsub sind jedoch Substanzen aus allen drei Quellen Indoor, Strasse und Pestizide zu finden. Deshalb kann keine Quelle priorisiert werden, und häusliches Abwasser wie auch Oberflächenabfluss tragen wesentlich zum Gesamtrisiko bei. Zudem wird das Risiko der Medikamente sowie des Strassenabwassers unterschätzt, da hier im Vergleich zu den Pestiziden deutlich weniger AQK zur Verfügung stehen und deshalb viele detektierte Stoffe nicht bezüglich ihres ökotoxikologischen Risikos bewertet werden können. Für Medikamenten liegt bei rund einem Drittel der detektierten Substanzen kein AQK-Wert vor; für Substanzen aus Reifenabrieb im Strassenabwasser ist lediglich für 1,3-Diphenylguanidine ein AQK verfügbar. Von den 20 Substanzen mit höchstem Risiko in MWE sind weniger als die Hälfte durch die schweizerische GSchV abgedeckt. Zudem wurde rund ein Viertel der Substanzen nur mit der ausführlichen Liste (198 Substanzen) entdeckt, wobei viele dieser Substanzen bereits im Rahmen der Nationalen Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA) überwacht werden.
Der Ablauf von MWE wird in Oberflächengewässer, oft Flüsse, eingeleitet, wo es zu einer Verdünnung kommt. Um das ökotoxikologische Risiko im Fliessgewässer abzuschätzen, wurden die RQtot-Werte für vier verschiedene Verdünnungsszenarien berechnet: einerseits für das reale Fliessgewässer bei der Messstelle, andererseits für ein hypothetisches kleines, mittleres und grosses Schweizer Fliessgewässer (Fig. 8). In beiden EZG liegt der Median für alle Szenarien unter 1. Im kleinen EZG kommt es im realen Fliessgewässer in vier 10-Minuten-Mischproben zu einer Überschreitung von 1, die während eines Ereignisses im Frühling auf Grund von hohen Konzentrationen des Pestizids Thiacloprid erreicht wurde.
Die Resultate zeigen, dass die Verdünnung im Vorfluter in den meisten Fällen ausreicht, um die RQtot-Werte für die untersuchten MWE und ausgewählten Substanzen auf unter 1 zu senken. Dies setzt jedoch voraus, dass der betrachtete Fliessgewässerabschnitt nicht schon von oberhalb vorbelastet ist. Zudem überschätzt Konzentrationsadditivität die Mischungstoxizität in der Regel, wenn nicht alle Substanzen über dieselben Wirkmechanismen verfügen. Auch weisen die kurzzeitigen Überschreitungen im kleinen EZG darauf hin, dass der Untersuchungszeitraum und die Auswahl der Substanzen das Ergebnis der Risikobewertung erheblich beeinflussen können.
Die Ergebnisse zeigen (1) starke und unterschiedlichste Dynamiken von gelösten organischen MV während MWE, (2) eine grosse Anzahl noch unbekannter Substanzen sowie (3) ein über mehrere Stunden erhöhtes Risiko durch Substanzen aus häuslichem Abwasser und Oberflächenabfluss. Diese Faktoren stellen eine grosse Herausforderung für die Entwicklung von wirksamen Reduktionsmassnahmen dar. Da es kein einheitliches, im Idealfall kurzes Zeitfenster mit erhöhten MV- Konzentrationen gibt, kann ein teilweiser Rückhalt das Risiko nicht vollständig verhindern. Diese Tatsache führt aber auch dazu, dass jedes zurückgehaltene Volumen, unabhängig vom Zeitpunkt während des Ereignisses, zur Risikominderung beiträgt. Lösungsansätze, die bereits für andere Schadstoffe eingesetzt werden, können auch für gelöste MV eine partielle Risikoreduktion bewirken: (1) Optimale Ausnutzung des vorhandenen Rückhaltevolumens im Kanal und auf der ARA durch Echtzeitsteuerung und integrale Bewirtschaftung, wobei der Zeitpunkt des Rückhalts während einer MWE für gelöste MV nicht einfach zu bestimmen ist und damit keine prioritäre Rolle spielt, (2) verstärkter Rückhalt des Oberflächenabflusses im EZG durch das Schwammstadtkonzept, wobei jedoch die Problematik der Versickerung polarer Substanzen ins Grundwasser berücksichtigt werden muss, und (3) Regulierung der Zulassung einzelner Substanzen an der Quelle, da das Risiko von wenigen Substanzen dominiert wird.
Bezüglich des ökotoxikologischen Risikos von organischen MV aus MWE bestehen noch viele offene Fragen, die in zukünftiger Forschung geklärt werden müssen. Es ist derzeit noch schwierig, das Risiko von über MWE eingetragenen Substanzen in Gewässern einzuschätzen aufgrund der grossen Anzahl unbekannter Substanzen und der fehlenden AQK-Werte für viele Medikamente und Reifenabriebsubstanzen. Durch den Einsatz von wirkungsbasierten Methoden wie Bioassays in Kombination mit Suspect- und Nontarget-Analysen könnten relevante Substanzen identifiziert werden. Beispielsweise werden im Strassenabwasser derzeit nur wenige Substanzen gezielt untersucht, obwohl Labortests gezeigt haben, dass aus Reifenabrieb potenziell über 140 verschiedene Substanzen ausgewaschen werden können [10]. Deren Konzentrationen und Risiken im Oberflächenabfluss sind noch wenig erforscht. Die verstärkte Forschung in diesem Bereich seit einigen Jahren schafft hierfür wichtige Grundlagen.
In der Studie fokussierte sich das Forscherteam auf gelöste organische MV, wobei Mischabwasser eine Vielzahl weiterer Schadstoffe enthält, darunter Ammonium, Schwermetalle und Partikel. Eine integrative Bewertung der Risiken dieser verschiedenen Schadstoffe ist nötig, um geeignete Reduktionsmassnahmen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wäre es auch nötig, Misch- und Trennsysteme zu vergleichen. Derzeit ist unklar, welche Vorteile von welchem System betreffend Reduktion von Schadstoffeinträgen in ein Gewässer überwiegen, da sowohl Rohabwasser als auch Oberflächenabfluss Schadstoffe enthalten, die aquatische Lebewesen schädigen können. Im reinen Trennsystem entfallen zwar MV aus dem häuslichen Abwasser, dafür werden mit jedem Regenereignis MV im Oberflächenabfluss ins Gewässer eingeleitet, die im Mischsystem bei kleineren Regenereignissen auf der ARA mit 4. Stufe eliminiert werden können. Für diese MV sind im Trennsystem ähnlich hohe Dynamiken zu erwarten wie im Mischsystem, was mit weiteren Untersuchungen bestätigt werden müsste.
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[1] Kienle, C. et al. (2022): Evaluation of a full-scale wastewater treatment plant with ozonation and different post-treatments using a broad range of in vitro and in vivo bioassays. Water Res. 212: p. 118084
[2] VSA and SVKI (2023): Kosten und Leistungen der Abwasserentsorgung.
[3] Mutzner, L. et al. (2022): A decade of monitoring micropollutants in urban wet-weather flows: What did we learn? Water Res. 223: p. 118968
[4] Launay, M.A. et al. (2016): Organic micropollutants discharged by combined sewer overflows – Characterisation of pollutant sources and stormwater-related processes. Water Res. 104: p. 82–92
[5] Furrer, V. et al. (2023): Micropollutant concentration fluctuations in combined sewer overflows require short sampling intervals. Water Research X. 21: p. 100202
[6] Furrer, V. et al. (2025): Source-specific dynamics of organic micropollutants in combined sewer overflows. Water Res. 279: p. 123416
[7] Furrer, V. et al. (2025): Realistic exposure scenarios in combined sewer overflows: how temporal resolution and selection of micropollutants impact risk assessment. Water Res. 278: p. 123318
[8] Loewe, S.; Muischnek, H. (1926): Über Kombinationswirkungen. Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie. 114: p. 313–326
[9] Price, P.S.; Han, X. (2011): Maximum cumulative ratio (MCR) as a tool for assessing the value of performing a cumulative risk assessment. Int J Environ Res Public Health. 8(6): p. 2212-25
[10] Muller, K. et al. (2022): Probing the chemical complexity of tires: Identification of potential tire-borne water contaminants with high-resolution mass spectrometry. Sci Total Environ. 802: p. 149799
AQK - Akute Qualitätskriterien
ARAÂ - Abwasserreinigungsanlage
DOC - Dissolved Organic Carbon (gelöster Kohlenstoff)
EMCÂ - Event Mean Concentration (mittlere Ereigniskonzentration)
EZGÂ - Einzugsgebiet
GSchV - Gewässerschutzverordnung
MVÂ - Mikroverunreinigungen
MWEÂ - Mischwasserentlastungen
RQsub - Risikoquotient einzelner Substanz
RQtot - Totaler Risikoquotient
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Akuter ökotoxikologischer Grenzwert für Expositionsdauer von 48-72 h einer Einzelsubstanz
RQsub = Konzentrationsub/AQKsub
RQtot(t) = Sum(RQsub(t))
Die Nontarget-Analyse ist ein analytisches Verfahren, bei dem alle messbaren chemischen Substanzen in einer Probe erfasst werden. Im Gegensatz zur Target-Analyse, bei der gezielt bekannte Stoffe quantifiziert werden, nutzt man hierbei hochauflösende Massenspektrometrie, um unbekannte oder unerwartete Verbindungen zu untersuchen. Eine direkte Quantifizierung ist dabei zwar nicht möglich, jedoch können beispielsweise relative Konzentrationsverläufe über die Zeit oder zwischen verschiedenen Standorten verglichen und auffällige Verbindungen in einem nächsten Schritt gezielt identifiziert werden.
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