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10. September 2019

Richtlinie W4

Restverlust versus Synergiegewinn

Zur Richtlinie W4 stehen seit Kurzem einige Zusatzdokumente zur Verfügung. Neben Informationen zur Druckprüfung und zum Ausfallverhalten von Leitungsmaterialien gibt es auch einen Teil zum Thema «Restverlust versus Synergiegewinn».

Wenn es darum geht, Erhaltungsmassnahmen in ihrem Verteilnetz mit anderen Werkleitungs- und Strasseneigentümern abzustimmen, stehen Wasserversorger stets vor einer grossen Herausforderung. Denn um Erhaltungskosten und Planungsaufwand niedrig zu halten, werden immer mehr Bauvorhaben mit anderen Werkleitungs- und Strasseneigentümern koordiniert durchgeführt, um mögliche Synergien durch gemeinsames Bauen zu nutzen. Dabei wird häufig ein Restwertverlust der bestehenden und funktionstüchtigen Leitungen in Kauf genommen. Für die Verantwortlichen wäre deshalb eine transparente Entscheidungsgrundlage hilfreich, mit der sie beurteilen können, welchen Restwert die Leitung tatsächlich noch hat, und welcher Synergiegewinn durch gemeinsames Bauen diesem Restwert gegenübersteht.

Ein neues Themenblatt, das Bestandteil der W4 ist, wurde nun dank eines vom Forschungsfonds Wasser (FOWA) unterstützten Projektes entwickelt. Es ist eine gute Möglichkeit, um fundierte, aber trotzdem pragmatische Entscheide zu fällen. Die Entscheidungshilfe ist einfach in der Handhabung und ist auch als Tool auf der Website des SVGW verfügbar sein.

Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadensrisikos

Zwei weitere Zusatzdokumente für die W4 befassen sich einerseits mit der Druckprüfung und andererseits mit dem Ausfallverhalten von Leitungsmaterialien: Der Teil über die Druckprüfung beinhaltet vor allem verschiedene Excel-Tabellen zur Berechnung der einzelnen Werte bei Vor-, Druckabfall- und Hauptprüfung.

Und das Themenblatt betreffend «Alterungsverhalten und Rehabilitation von Rohrleitungen» bietet einen einfachen, aber praxisorientierten Zugang zur systematischen Beurteilung und Bewertung von Rohrleitungen bei kleineren und mittleren Versorgungen Neben der Schadenentwicklung und Berechnung altersabhängiger Ausfallraten für einzelne Leitungen, wird auch ein Vorgehenskonzept zur Ermittlung und Quantifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadensrisikos beschrieben. Ausserdem wird ergänzend und bezugnehmend auf das verfügbare Budget eines Betriebes ein Ansatz zur Priorisierung der geplanten Massnahmen zur Instandhaltung vorgestellt.

Hier geht es zu den Zusatzunterlagen der W4! 

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